Wo haben „nendo dango“ keinen Sinn.

Gibt es solche Gebiete schon? Die Antwort scheint leider JA zu sein.
Das erste Gebiet in dem Honigbienen und damit alle wild lebenden Insekten und langfristig auch die Vögel akut gefährdet sind ist das Tullnerfeld in Österreich, westlich von Wien. Die Anzeichen dafür verdichten sich immer mehr.

Woher weiß man das? Zeiger Insekten sind für uns die Honigbienen.
Die Auswirkungen massivster Umweltvergiftung durch sogenannte PSM (Pfanzenschutzmittel) fällt zuerst am sterben der Honigbienen auf. Kommt es bei Imkern vermehrt zu Völkerverlusten, so schlagen diese sofort Alarm. Gemeint sind nicht nur die Freizeitimker sondern hauptsächlich die Nebenerwerbs- und Berufsimker. Eine Berufgruppe, deren Existenz auf dem Spiel steht wenn die Bienenvölker sterben und es für sie als Profis keine Möglichkeit mehr gibt dies aufzuhalten.

Ich spreche dies hier ganz besonders an weil es bei uns in Deutschland Bienenwissenschaftler gibt die immer wieder in den Medien behaupten die Ursache der Bienenverluste läge bei den Imkern selbst. Desinformierten Bürgern mögen solche Argumente noch einleuchten, besonders dann, wenn hochrangige Fachleute solche Argumente vortragen. Und hochrangige Fachleute sind sie in der Tat. Welche Gründe sie haben solche Argumente zu propagieren, mag jeder selbst hinterfragen. Lebenserfahrene und aufgeklärte Menschen erkennen sehr schnell die Gründe für solch ein Verhalten.

Tatsache ist, dass solche Argumente ad absurdum geführt werden wenn es um Wirtschaftsbetriebe geht die von ausgebildeten Imkern geführt werden. Imker die ihre Berufsausbildung nicht bei diversen Imkerkursen, die allerortens für Freizeitimker angeboten werden, erworben haben. Nein, gemeint sind Fachleute vom Tierwirt/Imkerei über Imkermeister bis hin zu promovierten Biologen.

Was sind die eigentlich Gründe dafür?
Die Gründe liegen auf der Hand und es gibt ausreichend Beweise dafür. Der erst kürzlich veröffentlichte Artikel der Stadtgemeinde Tulln über die erhöhte Belastung des Grundwassers durch gefährliche Pestizide im Tullnerfeld, ist ein weiterer Hinweis auf die tatsächlichen Gründe.
Wenn erst das Grundwasser verseucht ist bewegen wir uns auf chinesische Zustände zu.

Welche Auswirkungen hat dies für Insekten und Vögel?
Die Auswirkungen sind gravierend, Blüten besuchenden Insekten wird die Lebensgrundlage entzogen. Honigbienen ernähren sich ausschließlich von Blüten und Pflanzensäften. So auch die meisten solitär lebenden Wildbienen. Ihr Proteinbedarf wird durch den gesammelten Blütenstaub, die Blütenpollen, gedeckt. Pflanzensäfte und Pollen sind gleichermaßen mit diesen Giftstoffen kontaminiert.

Wann hast du das letzte Mal einen Spatzenschwarm gesehen?
Möglicherweise trifft das auch für die Samen vieler Pflanzen zu. Die meisten Singvögel ernähren sich von Insekten und Pflanzensamen! Sie sind somit die nächste Stufe der Ausrottung.

In solchen Gebieten ist der Einsatz von nendo dango mehr als fraglich und bringt nur noch optische Vorteile.

Gibt es solche No Go Areas auch bei uns in Deutschland?
In der massiven Form noch nicht. Erste Hinweise verdichten sich allerdings in landschaftlich stark genutzen Gebieten, wie dem Rhein-Main-Becken. Berufsimker aus diesem Gebiet berichten zurzeit über stärkere Bienenverluste als bisher und sehen teilweise sehr schwarz. Ob es dort passiert muß man abwarten. Der Niederrhein könnte das nächste Gebiet danach sein. Vorerst ist das aber noch alles spekulativ.

Links:
Coordination gegen Bayergefahren

 

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